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Viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter wollen ihren Arbeitsplatz flexibel wählen können. (Foto: BalanceFormCreative/stock.adobe.com)
Führungskräfte

Aufhebung der Homeoffice-Pflicht: Was Führungskräfte jetzt beachten sollten

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
16.02.2022
Bund und Länder haben sich auf weitgehende Lockerungen in der Corona-Pandemie geeinigt. Dazu gehört auch, dass die verpflichtende Homeoffice-Regel für Arbeitgeber entfällt. Ab 20.3.2022 können Betriebe entscheiden, ob sie weiterhin Homeoffice ermöglichen, flexible Arbeitsmodelle anbieten oder ihre Mitarbeitenden zur Büropräsenz verpflichten.

Die unterschiedlichen Erwartungen von Mitarbeitern und Arbeitgebern bergen Konfliktpotenzial, stellt Pawlik Consultants fest. Da sich viele Arbeitnehmer die Chance auf Homeoffice nicht nehmen lassen wollen, sollte das Angebot nicht durch eine umfassende Präsenzpflicht ersetzt werden, rät die Beratungsgesellschaft. Führungskräfte sollten ihren Mitarbeitenden vertrauen.

Viele Firmen gingen davon aus, es läge in ihrer Hand, wie mit mobilem Arbeiten umgegangen werde. Doch das entscheiden tatsächlich Talente und potenzielle Kandidaten, so Pawlik Consultants. Eine zu strikte Präsenzpflicht und Überregulierung sei für sie nicht mehr attraktiv. Aus der Beratungserfahrung heraus stellt Pawlik fest, dass Unternehmen wesentlich mehr Bewerbungen erhalten, wenn sie mehr Flexibilität in Aussicht stellen.

Empfehlungen für Führungskräfte nach Aufhebung der Homeoffice-Pflicht

  • Safety first: Hygienekonzepte sind Normalität. Aber insbesondere, wenn wieder mehr Menschen im Büro zusammenkommen, sollten sie konsequent eingehalten werden. Die Führungskraft ist hier Vorbild. Sie sollte keinen Gruppendruck aufkommen lassen, in dem aus „endlich sind wir wieder zusammen“ ein zu laxer Umgang entsteht.
  • Psychologische Sicherheit geben: Nicht jeder hat den Mut, sich mit seinen Sorgen zu outen. Vor allem, wenn Sprüche kommen wie: „Ach, ist doch jetzt mal gut“. Die zentrale Rolle der Führungskraft wird es sein, den unterschiedlichen Interpretationen der aktuellen Lage Aufmerksamkeit zu schenken und ihnen gerecht zu werden – soweit es die betrieblichen Anforderungen zulassen.
  • Neue Lösungen testen: Führungskräfte sollten den Mut haben, neue Modelle mit Remote und Präsenz erst auszuprobieren und Erfahrungen zu sammeln, bevor sie Regeln festzurren. Besser pragmatisch vorgehen: ausprobieren, gemeinsam reflektieren und lernen – und erst dann eine Regel festschreiben.
  • Das Büro neu denken: Menschen kommen nicht mehr ins Büro, um allein zu arbeiten. Wer sie aus dem Homeoffice locken will, bietet ihnen Gemeinschaft. Das gelingt zum Beispiel durch eine neue Bürogestaltung, ohne gleich umzubauen, oder durch ein gemeinsames Mittagessen.
  • Vertrauen statt Pflicht: Verpflichtende Regeln sind das letzte Mittel der Wahl. Besser gemeinsam diskutieren und beschließen, dass „es gut wäre, wenn alle gemeinsam am Mittwoch da wären“, als die Mitarbeitenden „von oben herab“ dazu zu verpflichten.

Die vollständige Mitteilung finden Sie hier. Ein Whitepaper zum hybriden Arbeiten hat Pawlik Consultants hier veröffentlicht.

(ESV/fab)

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Anschaulich aufbereitet in den zwei Rubriken „Risk Governance“ und „Risk Management“, finden verantwortliche Führungskräfte – sowohl im operativen Risikomanagement als auch in der Unternehmensleitung – wichtige Entscheidungshilfen und Tipps für die Umsetzung zielgerichteter Maßnahmen.

 

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