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Covid-19 als Ideen- und Impulsgeber für Innovationen und Anpassungen. (Foto: lekkyjustdoit - stock.adobe.com)
Mittelstand

Kreativ in der Krise

ESV-Redaktion/ConsultingBay
04.06.2020
Viele mittelständische Unternehmen reagieren kreativ auf die Corona-Krise. Rund 43 Prozent haben ihr Produkt-bzw. ­Dienstleistungsangebot, ihren Vertrieb oder ihr Geschäftsmodell angepasst. Vorreiter sind dabei Unternehmen aus von der Krise besonders betroffenen Branchen sowie Unternehmen, die bereits in der Vergangenheit Innovationen hervorgebracht haben.
Zählt man auch die Unternehmen hinzu, die dies noch planen, beträgt dieser Wert sogar 57 Prozent. Dieser Anteil ist als bemerkenswert hoch einzuschätzen. Er unterstreicht, dass die Fähigkeit, Innovationen zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen, die Unternehmen auch dazu in die Lage versetzt, kurzfristig auf Krisensituationen zu reagieren. Das macht innovative Unternehmen krisenfester als nicht-innovative Unternehmen. Dies sind Ergebnisse und Schlussfolgerungen einer Onlinebefragung im Rahmen des KfW-Mittelstandspanels, die im April 2020 erfolgte und die aktuellen Auswirkungen der Corona-Krise zum Inhalt hatte.

Stellschrauben Produkte, Dienstleistungen und Abläufe

Anpassungen der Produkt- und Dienstleistungspalette sowie der betrieblichen Abläufe sind wesentliche Stellschrauben, um ein Unternehmen in einem sich wandelnden Umfeld up-to-date zu halten und so den Unternehmenserfolg auch für die Zukunft sicherzustellen. Dies gilt umso mehr in der aktuellen Corona-Krise. Die Veränderung reicht von kleineren Anpassungen im Sortiment oder Dienstleistungsangebot und Umstellungen, die nach Abflauen der Krise nicht zwingend fortgeführt werden (z. B. Produktion von Schutzscheiben statt Messebau, Bringservices im Einzelhandel, Produktion von Schutzmasken und -anzügen statt Bekleidung, Desinfektionsmittel statt Spirituosen), bis hin zu tief greifenden und technologie-basierten Neuerungen (z. B. Entwicklung und Produktion von Beatmungsgeräten im 3D-Druck).

Telefonischer oder Online-Vertrieb

Die meisten mittelständischen Unternehmen haben auf die Corona-Krise reagiert, indem sie ihren Vertrieb auf Telefon oder Internet umgestellt haben (13 Prozent haben diesen größtenteils umgestellt). Auf Position zwei rangiert die Umstellung des Dienstleistungsangebots. Hier haben 14 Prozent bereits Veränderungen teilweise vorgenommen. Die häufige Umstellung des Vertriebs sowie des Dienstleistungsangebots dürfte darauf zurückzuführen sein, dass solche Umstellungen vergleichsweise zügig und ohne Anpassungen im Maschinenpark vorgenommen werden können. Dagegen wurde nur von insgesamt 9 Prozent der Unternehmen zumindest teilweise auf ein neues Angebot an Produkten im Zuge der Corona-Krise umgestellt und lediglich 7 Prozent der Unternehmen bewerten die im Zuge der Krise vorgenommenen Anpassungen zumindest in Teilen als Umstellung ihres Geschäftsmodells.

Boom an neuen Ideen und Impulsen

Dass es durch Corona zu einem Boom im Ideenaufkommen und der Beteiligungsquote kommen könnte, vermuten auch Dr. Christoph Gutknecht und Dr. Klaus Heitmeyer, Herausgeber der Zeitschrift Ideen- und Innovationsmanagement: „Glaubt man den Experten der Kreativitätsforschung und den skalierbaren Outputs der zahlreichen kreativen Methoden, sollen sich im veränderten beruflichen Alltag und Umfeld die Zahl der Ideen und der innovativen Impulse signifikant erhöhen.” Lesen Sie mehr darüber, wie die Pandemie auch Führungs- und Mitarbeiterverhalten verändert und so Agilität und Wettbewerbsfähigkeit stärken in der neuen Ausgabe der Zeitschrift Ideen- und Innovationsmanagement, die Mitte Juni erscheint.

Lesen Sie hier das vollständige KfW-Mittelstandsbarometer.

Ideen- und Innovationsmanagement - auch als eJournal erhältlich

Herausgeber: Dr. Christoph Gutknecht, Dr. Klaus Heitmeyer

Schlüsselressourcen Ideen & Innovationen

Ideenmanagement beschleunigt die kontinuierliche Leistungsverbesserung in Unternehmen und Verwaltung – indem es finanzielle und organisatorische Vorteile aus der Kreativität und dem Engagement der Mitarbeiter gewinnt und zielgerichtet umsetzt. Ideenmanagement fördert die Zufriedenheit und Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen – und bietet Führungskräften ein starkes Instrument zur wertschätzenden Mitarbeiterführung.

Kernkompetenz Innovationsmanagement

Der Innovationsdruck auf Unternehmen aller Branchen wächst beständig. Das effiziente Management von disruptiven und inkrementellen Innovationen wird zu einer Kernkompetenz in jedem Unternehmen. Es gilt, mit neu geschaffener Innovationskultur und einem agilen Innovationsmanagement betriebliche Potenziale zu erkennen und systematisch zu nutzen.

Wissensaustausch fördern, „Silodenken“ auflösen

Die Fachzeitschrift Ideen- und Innovationsmanagement liefert Ihnen neueste Forschungsansätze und praxisrelevante Methoden und Werkzeuge – sofort einsetzbares Know-how für Entscheidungsträger und erfolgreiche Ideen- und Innovationsmanager. In den Fachbeiträgen finden Sie vielfältige Impulse und Lösungsansätze für Ihre tägliche Arbeit.


(ESV, uw)

Programmbereich: Management und Wirtschaft