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Viele Akteure überdenken ihr Geschäftsmodell. (Foto: Seventyfour/stock.adobe.com)

Unternehmen sehen bisheriges Geschäftsmodell mehrheitlich bedroht

ESV-Redaktion Management und Wirtschaft
06.05.2020
Wie gehen die Wirtschaftsakteure mit den Herausforderungen und Folgen der Corona-Krise um? Das Rationalisierungs- und Innovationszentrum der Deutschen Wirtschaft (RKW) hat vom 17. bis 26. April bundesweit 1.007 Personen aus Unternehmen, Institutionen der Wirtschaftsförderung und Beratungen befragt.

Das Ergebnis:

  • Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen sehen ihr bisheriges Geschäftsmodell mittel- und langfristig stark von der Krise betroffen.
  • Besonders heftig trifft die Krise Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten.
  • Für 72 Prozent aller befragten Unternehmen ist die Sicherung der Liquidität in den kommenden 24 Monaten die wichtigste Aufgabe.
  • Generell besteht eine große Unsicherheit aufgrund der schwierigen Planbarkeit.

Welche Unternehmen sind am stärksten betroffen?

Die Ergebnisse der RKW Umfrage zeigen, dass die Corona-Krise sich besonders stark auf die Branchen Gastgewerbe, Kunst, Unterhaltung und Dienstleistungen auswirkt. Jeweils mehr als 70 Prozent der Unternehmen in diesen Branchen sehen ihr bisheriges Geschäftsmodell bedroht.

Was sind aktuell die größten Herausforderungen?

Bei 40 Prozent der befragten Unternehmen stehen die eigenen Finanzen und damit der Erhalt der Zahlungsfähigkeit ganz oben auf der Agenda. Danach folgen die Sicherung der Arbeitsplätze und die Aufrechterhaltung von Lieferketten. Institutionen der Wirtschaftsförderung sehen die Bereitstellung von Hilfsmaßnahmen derzeit als wichtigste Aufgabe an.

Wie geht es weiter?

Um nach der Lockerung der coronabedingten Einschränkungen ihre Kapazitäten wiederherzustellen und ihre finanzielle Lage zu sichern, hoffen die Unternehmen auch auf eine entsprechende staatliche Konjunkturpolitik. Finanzierung und Liquiditätssicherung bleiben mittelfristig die wichtigste Herausforderung. Auch die Digitalisierung und die Geschäftsmodellentwicklung werden als besonders wichtig empfunden. Bei den Institutionen der Wirtschaftsförderung dominiert in der Perspektive für die kommenden zwei Jahre das Thema Digitalisierung mit 83 Prozent, gefolgt von Arbeitszeitmodellen und Arbeitsorganisation. 

Die ausführliche Auswertung der Befragung des vom Bundeswirtschaftsministerium geförderten RKW Kompetenzzentrums finden Sie hier.

Zahlreiche Gewinn- und Umsatzwarnungen

Deutsche Unternehmen kassieren ihre Gewinn- und Umsatzerwartungen für das laufende Geschäftsjahr, beobachtet die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young. Das betreffe vor allem die Automobilindustrie: 58 Prozent der im Performanceindex Prime All Share gelisteten Unternehmen haben demnach ihre Prognosen für 2020 im ersten Quartal gesenkt. Über alle Branchen betrachtet lag der Anteil der Warnungen mit Bezug zu Corona bei 80 Prozent.

Branchen, bei denen der Anteil der Unternehmen mit Gewinn- oder Umsatzwarnung im ersten Quartal 2020 bei mindestens 10 Prozent lag:

  • Automobil 58 Prozent
  • Konsumgüter 44 Prozent
  • Medien 38 Prozent
  • Industrie 34 Prozent
  • Groß- und Einzelhandel 33 Prozent
  • Transport und Logistik 29 Prozent
  • Technologie 20 Prozent
  • Finanzdienstleistungen 17 Prozent
  • Pharma, Biotech, Medtech 10 Prozent

Die vollständige Auswertung von Ernst & Young zu den Gewinn- und Umsatzwarnungen finden Sie hier.

Theorien des Managements

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(ESV/fab)

Programmbereich: Management und Wirtschaft