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Weniger Verkehrsunfälle im März 2020 (Grafik: Destatis)

Weniger Unfälle aber hoher Krankenstand

ESV-Redaktion Arbeitsschutz/TK/Destatis
29.05.2020
Im März 2020 erreichte der Krankenstand in Deutschland ein Rekordhoch, während gleichzeitig die Zahl der Straßenverkehrsunfälle signifikant sank.
Im März 2020 erreichte der Krankenstand in Deutschland ein Rekordhoch. Mit 6,84 Prozent lag der Anteil der krank gemeldeten Arbeitnehmer auf dem höchsten Wert seit 20 Jahren, wie eine Auswertung der Techniker Krankenkasse (TK) auf Basis ihrer Versichertendaten zeigt. Zum Vergleich: 2019 betrug das Jahreshoch beim Krankenstand 5,30 Prozent, 2018 waren es 6,30 Prozent.

Covid-19 als Diagnose im ambulanten Bereich selten

Maßgeblich für diesen Anstieg sind Erkältungskrankheiten. Auch hier verzeichnet die Statistik die höchsten Werte seit 20 Jahren. In der zweiten Märzhälfte betrug der Krankenstand aufgrund von Erkältungssymptomen 2,70 Prozent. Im Jahr 2019 waren es nur 1,46 Prozent und im Jahr 2018 2,42 Prozent. Der neue Diagnoseschlüssel für Covid-19 spielt bei den Krankschreibungen nur eine untergeordnete Rolle. Lediglich 3.304 AU-Fälle aller insgesamt im März 2020 gemeldeten 884.389 Fälle wurden mit der Diagnose Covid-19 kodiert. 

Dass Patienten und Ärzte den Empfehlungen zum Social Distancing gefolgt sind, zeigt auch die Entwicklung beim Übermittlungsweg des gelben Scheins. Im März stieg die Zahl der elektronischen Krankmeldungen an die TK um 35 Prozent.

März 2020: So wenige Straßenverkehrsunfälle wie noch nie seit der Wiedervereinigung

Das durch die Corona-Pandemie bedingte geringe Verkehrsaufkommen hat sich im März 2020 auch auf die Zahl der Straßenverkehrsunfälle ausgewirkt. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, sank die Zahl der Verkehrsunfälle gegenüber März 2019 um 23 % auf 166 000. Auch die Zahl der Verkehrstoten ging deutlich zurück: Im März 2020 kamen in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen 158 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen ums Leben (März 2019: 234). Noch nie seit der deutschen Vereinigung im Jahr 1990 wurden in einem Monat weniger Menschen bei Verkehrsunfällen getötet als im März 2020.

Die Zahl der Verletzten sank im Vergleich zum Vorjahresmonat um 27 % auf rund 20 400. Einzig im Februar 2010 hatte es in einem Monat weniger Verletzte bei Verkehrsunfällen gegeben (rund 19 500).

Im 1. Quartal 2020 erfasste die Polizei insgesamt rund 564 000 Straßenverkehrsunfälle. Das entspricht einem Rückgang von 9,7 % gegenüber dem Vorjahresquartal. Darunter waren rund 53 600 Unfälle mit Personenschaden (-10,8 %), bei denen 548 Menschen getötet wurden. Dabei ist die Zahl der Verkehrstoten im Vergleich zu den ersten drei Monaten des Jahres 2019 um 14,5 % beziehungsweise 93 Personen zurückgegangen. Die Zahl der Verletzten sank um 12,3 % auf rund 68 500.

Quellen: TK/Destatis

Programmbereich: Arbeitsschutz